Technologies of Change: Die Rolle Technischer Universitäten in transnationalen Innovationsdiskursen

 

Dissertationsprojekt Anton Schröpfer

Obwohl Innovation konstitutiver Bestandteil der Technikwissenschaften ist - Technische Universitäten beschreiben sie sogar als Teil ihrer „DNA“ - scheint dies in der gesellschaftlichen Wahrnehmung noch nicht evident genug zu sein. Zu beobachten ist eine immer wiederkehrende Notwendigkeit, die schwer beweisbare ‚Innovativität von Innovation‘ gegenüber multiplen Stakeholdern (Nutzer, Investoren, Industriepartner usw.) kommunikativ zu verstärken und performativ in Szene zusetzen. Gewährleistet werden muss dies auf der Ebene transnationaler Innovationsdiskurse, der Mikroebene (angehender) technikwissenschaftlicher Akteure und der Organisationsebene. Zentrale Modi kommunikativer Verstärkung und der Performanz sind Entrepreneurship und Prototyping. Um als innovativ zu gelten, müssen sich Technische Universitäten und ihre Mitglieder nicht nur als (organisationale) unternehmerische Akteure positionieren. Auch der Produktionsprozess von Innovation muss, im Sinne von Prototyping, für multiple Stakeholder und deren Interessen noch früher geöffnet und als Innovation plausibilisiert werden. Innovation versteht sich als unternehmerisches, offenes und interaktiv-partizipatives Produkt.

Beitrag zum Forschungsprogramm

Technische Universitäten öffnen sich gegenüber den Erwartungen der TechnoSociety durch die Implementierung innovativer Methoden (NPM, Entrepreneurship Education, Technologietransfer). Dabei entwickeln sie spezifische Techniken organisationaler Selbstorganisation, die nicht nur die organisationale Identität verändern, sondern Verschiebungen im Verständnis technischer Professionen und Wissenschaften zum Effekt haben.