Inklusionsapparate: Wie Bürger für Wissenschaft und Technik digital verfügbar gemacht werden

Habilitationsprojekt Sascha Dickel

Unter Stichworten wie Citizen Science, Civic Tech und Maker Movement wird das Verhältnis von Gesellschaft, Wissenschaft und Technik gegenwärtig neu verhandelt. Die Digitalisierung ermöglicht neue Formen der Beteiligung von Bürgern an Wissensproduktion und Technikentwicklung. Angesichts eines utopischen Diskurses einer Dezentralisierung und Demokratisierung von Wissenschaft und Technik durch das Internet sucht das Projekt nach einer gesellschaftstheoretisch informierten Deutung der neuen Beteiligungsformen.

Fragestellung

Wie werden Bürger für Wissenschaft und Technik digital verfügbar gemacht – und wie verändert sich die Rolle des Bürgers in diesen Zusammenhängen?

These

Mit der Digitalisierung entstehen Inklusionsapparate, die bislang geschlossene Bereiche der Wissensproduktion öffnen und Partizipation an Wissenschaft und Technik als sinnvolle Formen der Freizeitgestaltung positionieren. Diese Inklusionsapparate implizieren eine Neuverteilung gesellschaftlicher Verantwortung. Zugleich werben sie für Wissenschaft und Technik als attraktiven Ausdruck kontemporärer Bürgerlichkeit.

Beitrag zum Forschungsprogramm

In den untersuchten Feldern zeichnet sich eine neue Form der Verwissenschaftlichung der Gesellschaft und der Vergesellschaftung der Wissenschaft ab. Ihr Leitbild ist der technisch innovative und wissenschaftlich produktive Bürger als „Prosumer“ der TechnoSociety.