Dr. Désirée Schauz

Habilitandin an der TUM Schoof of Education / Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 

Vita

Zurzeit Bearbeiterin des Projekts "Die Göttinger Akademie in der NS-Zeit" an der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Seit 2015 Habilitandin an der TUM School of Education. Der Arbeitstitel der Habilitationsschrift lautet: „Von der universellen Nützlichkeit zum technischen Fortschrittsversprechen. Das Wissenschaftsverständnis der Naturwissenschaften im Wandel (17.-20. Jahrhundert).“ 2006 bis 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Technikgeschichte der TU München (ehemals Zentralinstitut für Geschichte der Technik). 2006 Promotion an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln mit einer Arbeit über „Strafen als moralisches Besserungsprojekt. Eine Problemgeschichte der deutschen Straffälligenfürsorge 1777–1933“. Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Soziologie und Deutschen Philologie an der Universität zu Köln.

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

  • Wissenschafts- und Technikverständnis in historischer Perspektive
  • Geschichte moderner Forschungspolitik im internationalen Vergleich
  • Wissenschaftspolitische Sprache
  • Unsicheres Wissen und Wissenschaftliche Identität
  • Akademiegeschichte im 20. Jahrhundert
  • Geschichte der modernen Disziplinargesellschaft
  • Ansätze der Begriffsgeschichte sowie der Diskurs- und Dispositivanalyse im Zeichen der Digital Humanities und transnationaler Perspektiven

Mitgliedschaften

  • Research Network CASTI – Conceptual Approaches to Science, Technology and Innovation (management board)
  • British Society for the History of Science
  • Gesellschaft für Technikgeschichte e.V. (Mitglied des Programmausschusses seit Mai 2015)
  • Gesellschaft für Geschichte der Wissenschaften, der Medizin und der Technik (GWMT)
  • Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Auszeichnungen / Felowships / Stipendien

  • Laura Bassi Stipendium der TU München für das Projekt „Communicating Science and Technology – A Conceptual Handbook“ (2015-2016)
  • Publikationspreis des Deutschen Museums 2015 für den Aufsatz „What is Basic Research? Insights from Historical Semantics“ in der Zeitschrift Minerva (52/2014)
  • Dilthey-Fellowship der VolkswagenStiftung für das Projekt „Republic of Science zwischen Selbstbestimmtheit und gesellschaftlicher Nutzenerwartung. Neuzeitliches Wissenschaftsverständnis – Deutschland im internationalen Vergleich“ (2009-2015)
  • Forschungsstipendiatin des Deutschen Historischen Instituts Londons (April-Juni 2014)
  • Stipendium der Graduiertenförderung NRW (2001-2002)
  • Ehrhardt-Imelmann-Preis 1999 für die Magisterarbeit "Die Martinskirmes 1846 in Köln. Eine Fallstudie zum Protest im Vormärz"

Gutachtertätigkeiten & Expertisen

  • Contributions to the History of Concepts
  • International Studies of the Philosophy of Science
  • Minerva
  • Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaft
  • Schweizerischer Nationalfonds NSF

Publikationen (Auswahl)

  • David Kaldewey/Désirée Schauz (Hg.): Basic and Applied Research. Language and the History of Science Policy in the Twentieth Century (Reihe: European Conceptual History). New York/Oxford: Berghahn Books (im Erscheinen).
  • Désirée Schauz: Strafen als moralische Besserung. Eine Geschichte der Straffälligenfürsorge, 1777–1933 (Ordnungssysteme. Studien zur Ideengeschichte der Neuzeit, Bd. 27). München: Oldenbourg 2008.
  • Désirée Schauz/Sabine Freitag (Hg.): Verbrecher im Visier der Experten. Kriminalpolitik zwischen Wissenschaft und Praxis im 19. und frühen 20. Jahrhundert (Wissenschaft, Politik und Gesellschaft, Bd. 2). Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2007.
  • Benoit Godin/Désirée Schauz: The Changing Identity of Research: A Cultural and Conceptual History. In: History of Science 54/3 (2016), S. 276-306.
  • Désirée Schauz: What is Basic Research? Insights from Historical Semantics. In: Minerva 52 (2014), S. 273-328.
  • Désirée Schauz: Wissenschaftspolitische Sprache als Gegenstand von Forschung und disziplinärer Selbstreflexion – Das Programm des Forschungsnetzwerks CASTI. In: Forum interdisziplinäre Begriffsgeschichte 3/2 (2014), S. 49-61.
  • Désirée Schauz: Diskursiver Wandel am Beispiel der Disziplinarmacht. Geschichtstheoretische Implikationen der Dispositivanalyse. In: Achim Landwehr (Hg.): Diskursiver Wandel. Wiesbaden: VS-Verlag 2010, S. 89–111.

Lehrerveranstaltungen an der TUM

  • Workshop Oral History im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Tech-Histories Alive“ (WS 2016/2017)
  • Doktoranden-Workshop für den MCTS Promotionsstudiengang TechnoScienceStudies zu „Wissenschaftspolitische Sprache als Gegenstand von Forschung und disziplinärer Selbstreflexion in STS“ (SS 2016)
  • Seminare im Masterstudiengang Wissenschafts- und Technikphilosophie: Grundlagenmodul Wissenschafts- und Technikgeschichte; Wissenschaftliches Arbeiten in den Geistes- und Sozialwissenschaften (2011-2016)
  • Seminare zur Wissenschafts- und Technikgeschichte im Rahmen des Wahlfachbereichs (2008-2011)